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Rathenow                                                                            15:39 07.02.2022

 

Neue Litfaßsäule in Rathenows City

Informationen zu Kultur- und Kunst-Events und über Sportveranstaltungen am Märkischen Platz. Die City-Säule Erinnerungen an alte Zeiten als Informationen noch über Litfaßsäulen bekannt gemacht wurden. Das hat auch etwas Nostalgisches.

Rathenow

Die Rathenower Innenstadt hat wieder eine Litfaßsäule. Auf dem Märkischen Platz direkt neben der Spielschlange wurde die City-Säule aufgestellt. „Hier direkt am City-Center zwischen Bäcker und Kulturzentrum bewegen sich viele Menschen. Deshalb haben wir uns für diesen Standpunkt entschieden. Außerdem ist er nicht weit von der ehemaligen Litfaßsäule entfernt“, so der stellvertretende Bürgermeister und Bürgermeisterkandidat Jörg Zietemann (parteilos).

„Die Idee entstand, weil viele Bürger sich nicht gut über Veranstaltungen in der Stadt informiert gefühlt haben. So entstand bei einigen Menschen die Meinung, in Rathenow sei nichts los“, so Jörg Zietemann. Dem wollte man entgegenwirken. So entschloss man sich im Rahmen des Kulturentwicklungsplans, eine City-Säule zu errichten, an der die Bürger über Veranstaltungen informiert werden.

Plakate bei der Stadtverwaltung abgeben

Neue City-Säule auf dem Märkischen Platz. Quelle: Jürgen Ohlwein

„Wer Veranstaltungen ankündigen möchte, muss die Plakate bei uns in der Stadtverwaltung abgeben werden. Wir bringen sie dann an. Die Säule ist verschlossen. So können die Plakate nicht abgerissen werden“, so Jörg Zietemann.

Den Aufbau der City-Säule hat der Bauhof der Stadt übernommen. Die Rathenower Wärmeversorgung hat die City-Säule an den Strom angeschlossen. Durch eine Beleuchtung der City-Säule können die Bürger sich auch abends an der Säule informieren.

Katrin Rentmeister und Franziska Rahn von der Stadtverwaltung haben gleich am ersten Tag Plakate an der City-Säule angebracht. Dabei machte ihnen der Wind ordentlich zu schaffen. Aber wie die hilfsbereiten Rathenower nun mal so sind, halfen einige Passanten den Damen beim Anbringen der Plakate. So zog die City-Säule schon das erste Mal Aufmerksamkeit auf sich.

Hilfsbereite Passanten helfen Franziska Rahn und Katrin Rentmeister beim Kampf gegen den Wind

Hilfsbereite Passanten helfen Franziska Rahn und Katrin Rentmeister beim Kampf gegen

den Wind. Quelle: Jürgen Ohlwein

Die ersten Bürger blieben interessiert stehen und staunten und diskutierten über neue Objekt auf dem Märkischen Platz. „Ich finde, die Litfaßsäule passt hier mitten im Zentrum der Stadt wunderbar hin. Jetzt kann man sich jederzeit informieren, wenn irgendwo was los ist. Mit dem Licht ist sie bestimmt auch Abends ein schöner Anblick“, so Rainer Fallsehr aus Rathenow.

Auch Bürgermeisterkandidat Corrado Gursch aus Steckelsdorf kennt das Problem mit Ankündigungen an die Öffentlichkeit. „Bei uns ist die Informationstafel im Dorf auch sehr wichtig. Das ist so ähnlich wie die Litfaßsäule. Unsere Dorfbewohner holen sich fast alle Informationen über das Dorfgeschehen von der Informationstafel“, so Corado Gursch.

Erinnerung an frühere Zeiten

Weitere Passanten kommen hinzu: Für Rosemarie Barnekow bringt die City-Säule Erinnerungen an alte Zeiten mit. „Früher gab es viele solcher Litfaßsäulen. Das hat etwas Nostalgisches. Hier kann man sich immer gut informieren. In der Presse oder im Internet findet man auch nicht jede Veranstaltung. Hier geht man, wenn man in der Stadt ist, immer mal dran vorbei und ist gleich informiert“, so die 70-jährige Rathenowerin.

Mitarbeiter der Rathenower Wärmeversorgung schließen den strom an. Quelle: Jürgen Ohlwein

Mitarbeiter der Rathenower Wärmeversorgung schließen den strom an. Quelle: Jürgen Ohlwein

Ein Passant wollte wissen, ob man dort als Firma auch Werbung anbringen darf. „Private Werbung von Firmen und Unternehmen oder irgendwelche Kauf- und Verkaufsanzeigen wird es an der City-Säule nicht geben. Sie soll über Kultur- und Kunstveranstaltungen in der Stadt informieren“, so Zietemann.

Auch wildes Plakatieren ist an der City-Säule nicht gestattet. Plakate, die dort unrechtmäßig angebracht sind, werden vom Bauhof der Stadt wieder entfernt.

Um Schmierereien vorzubeugen, hat man die City-Säule mit einer Graffitischutzfolie versehen.

Die City-Säule hat rund 10 734 Euro gekostet. Die Graffitischutzfolie kostete 292 Euro. Hinzu kommen noch Kosten für Beton, den Einsatz des Betriebshofes und für den Stromanschluss.

Von Jürgen Ohlwein